Einnahme, Aufnahme und Bioverfügbarkeit von Vitaminen und Mineralien

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Der Körper leistet in jeder Sekunde Erstaunliches. Wollten Sie auch schon immer einmal wissen, welche Vorgänge im Organismus stattfinden und woher der Körper weiß, wie viel von welchen Stoffen gerade benötigt werden? Wie schafft er es, die richtige Menge an Mineralien und Vitaminen aus der Nahrung zu ziehen und wie gewährleistet er die Bioverfügbarkeit der einzelnen Bestandteile? Dass der Organismus unglaublich anpassungsfähig ist, bestreitet niemand. Doch welche komplexen Vorgänge in unserem Gehirn ablaufen, können sich viele nur schwer vorstellen.

Die Aufnahme im Körper

Mittlerweile wurde nachgewiesen, dass der Organismus verstärkt Nährstoffe aus der Nahrung aufnimmt, wenn diese in geringen Mengen vorliegen. Bei einem bestehenden Vitamin- oder Mineralmangel wird also sofort möglichst alles aus der Nahrung absorbiert, was verfügbar ist. Es ist, als würde der Körper denken: „Oh, davon habe ich gerade nicht genug, jetzt kommt frische Ware rein, also absorbiere ich mal schnell alles, was da ist!“ Dadurch kann die Rate der Resorbierung sich schnell mal verdoppeln. Das heißt aber keinesfalls, dass man erst warten sollte bis man einen Mangel hat, um effektiver Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Besser ist es, ständig dem Körper eine moderate Tagesdosis anzubieten. Die Bioverfügbarkeit von Nahrungsergänzungsmitteln ist dann gleichbleibend gegeben. Die Einnahme kann je nach Produkt in zwei, drei oder sogar vier Einzeldosen aufgeteilt sein. Denn: Wird eine sehr große Menge auf einmal eingenommen, gelangt weniger in den Körper! Hier ist es so, dass der Körper feststellt: „Es ist genug und im Überfluss da, das kann ich ja dann später mal verarbeiten.“ Führen Sie also ständig und regelmäßig dem Körper seine benötigten Nährstoffe zu, denn Sie essen ja auch nicht einmal am Tag viel und dann gar nichts mehr.

Das Beispiel Magnesium:

Bei einer täglichen Einnahme von 350 mg Magnesium als Nahrungsmittel werden nur etwa 30 bis 50 Prozent, also 100 bis 175 mg resorbiert. Liegt ein Magnesiummangel vor oder wird eine geringere Menge mit der Nahrung aufgenommen, verbessert sich die Resorption auf rund 80 Prozent = 280 mg. Dazu kommt noch das aus der Nahrung aufgenommende Magnesium. Allerdings können Mineralien und Vitamine die Magnesiumresorption beeinflussen: Eine hohe Zink-Einnahme hemmt beispielsweise die Resorption, Vitamin D unterstützt hingegen die Aufnahme.

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Diagnose Mangel:

„Über die Blutwerte lässt sich genau bestimmen, ob ein Mangel vorliegt oder nicht.“ – so die weitläufige Meinung. Am Beispiel von Magnesium und Calcium sehen wir, dass dem nicht so ist: Nur etwa 1 Prozent des Körper-Magnesiums und Calciums lässt sich über das Blut nachweisen. Der Rest ist in den Zellen und Knochen eingelagert. Ein Mangel kann also auch dann bestehen, wenn die Blutwerte normal sind. Der Körper bedient sich an dem in den Zellen und Knochen eingelagerten Mineralien, um richtig  funktionieren zu können. Das ist einerseits ein genialer Schachzug, der aber komplexe Folgen nach sich zieht: Die Zellen können aufgrund des fehlenden Magnesiums nicht mehr richtig funktionieren: Fehlendes Magnesium führt zu Nervosität und Krämpfen, fehlendes Calcium, Magnesium und Vitamin D in den Knochen führt zu Osteoporose. Der Weg zur Diagnose ist dementsprechend schwierig, denn ein Großteil dieser Mineralien wird in den Knochen und Zellen gespeichert.

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Ein Defizit kann jedoch auch mithilfe der verlässlicheren Mineralienbelastung festgestellt werden: Dabei wird eine Infusion verabreicht und über zwei Tage die Ausscheidung der Mineralien über den Harn ermittelt. Eine geringe Konzentration bedeutet, dass die Aufnahme hoch ist und ein Mangel vorliegt. Eine hohe Konzentration sagt aus, dass der Organismus ausreichend versorgt wird oder gar ein Überschuss besteht.

Fazit:

Die gesunde Bioverfügbarkeit von Mineralien und Vitaminen wird vom Organismus sichergestellt. Sie müssen für die gesunde Zufuhr aller Vitalstoffe sorgen, denn der Körper kann Ihnen ja keine Bestellung schicken, was gerade gebraucht wird und fehlt. Hören Sie auf Ihren Körper, denn über Umwege gibt er doch seine Bestellung auf:

  • Hinter Heißhunger auf Schokolade und Nüsse verbirgt sich oft ein Magnesiummangel!
  • Hinter Zahnfleischbluten und trockener Haut verbirgt sich oft Vitamin C Mangel!
  • Dunkle Augenringe und Tränensäcke sind Anzeichen für Vitamin B Mangel!